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Funktionsorientierte Faszien Therapie (FOFT) - Grundkurs

Einleitung

Faszien als ein dreidimensionales Vernetzungsorgan: Fasziales Gewebe finden wir in allen Teilen unseres Körpers. Selbst jede einzelne Zelle wird von einer Faszie umhüllt. Die Faszien umhüllen wie eine hauchdünne Folie Muskeln, Nerven und Organe. Bänder, Gelenkkapseln und Sehnen zählen zum körperumspannenden Netzwerk. Würde man den Inhalt der faszialen Umhüllung entfernen, so würde trotzdem eine exakte Hülle des Menschen bestehen bleiben. Faszien verleihen dem Körper seine Form. Sie sorgen für Stabilität und gleichzeitig auf für geschmeidige Mobilität.

Faszien können sich kontrahieren: Es ist nachgewiesen, dass Faszien Kontraktionszellen enthalten (Steubesand, Yahia und Schleip). Berechnungen lassen vermuten, dass die Kontraktionseigenschaft der Faszien ausreichend Spannung generiert und ihnen damit eine wichtige Rolle bei der Stabilisation zugesprochen werden kann. Durch ihre Verzweigungen sorgen die Faszien für eine inter- und intramuskuläre Kraft- und Spannungsübertragung.

Faszien als Organ der Sensorik: Faszien sind innerviert (u.a. Yahia) und gelten als das grösste sensorische Organ des Körpers. Alle bekannten Mechanorezeptoren sind in den Faszien vorhanden. Diese Erkenntnisse deuten auf eine propriozeptive sowie eine Beteiligung der Faszien bei der Steuerung und bei der Koordination von Haltung und Bewegung. Die Kontraktionszellen der Faszien stehen in Wechselwirkung mit dem Vegetativum.

Faszien und Schmerz: Faszien können die Quelle von Schmerzen sein. Fehlhaltung, monotone repetitive Bewegungen sowie Über- und Fehlbelastungen verursachen Entzündungen und das Gewebe neigt zur Verfilzung. Die Faszien verlieren ihre Elastizität, die Gleitfähigkeit zwischen den einzelnen Schichten kann beeinträchtigt sein. Im Gewebe entstehen kleine Risse. Diese fasziale Dysfunktion kann zu einer Irritation der Schmerzrezeptoren führen. Neueste Untersuchungen (Langevin) haben diesen pathologischen Vorgang am Beispiel der Faszia Thorakolumbalis in Zusammenhang mit chronischen Rückenbeschwerden dokumentiert. Die myofasziale Kontinuität innerhalb des Bewegungssystems führt bei Restriktionen der Faszien an einer Stelle zu einer Fehlspannung (Dysfunktion) an einem weit entfernten Körperteil. Das Modell erklärt, warum die Schmerzlokalisation nicht immer mit dem Ort der Störung korreliert.

Faszien in Bewegung: Die Fähigkeit sich dynamisch und effizient bewegen zu können, ist weitgehend den biomechanischen Eigenschaften der Faszien zu verdanken. Faszien unterstützen die Muskulatur bei Kontraktion. Sie halten den Muskel in seiner Form und bieten ihm ein Widerlager zum Kraftaufbau. Durch Vordehnung speichert die Faszie kinetische Energie, welche im Zusammenspiel mit dem Muskel bei Bewegung frei gegeben wird (z.B. Faszia Thorakolumbalis beim Gehen).

Das aktuelle Wissen macht es somit unabdingbar, die Faszien als beitragenden Faktor im klinischen Denkprozess zu berücksichtigen und bei der therapeutischen Intervention mit einzubeziehen.

Kompetenzen

Handlungskompetenz: Die/Der TeilnehmerIn kann durch Anwendung der neu gelernten klinischen Interpretation der Haltung und Bewegung im Bezug auf die Faszien-Dysfunktion sowie die daraus resultierende selektive Intervention, den Patienten/Klienten bei dessen muskuloskelettalen Dysfunktion effizienter betreuen. Zu solchen Dysfunktionen gehören u.a.: akute und chronische Rückenbeschwerden, postoperative Schmerzzustände, Muskeldysbalancen, Fibromyalgien, sportspezifische Verletzungen und die Pathodynamik des peripheren Nervensystems.

Basisinformationen

Dauer

3 Tage


Datum

02.05.-04.05.2018


Kursort

Bad Zurzach

Zeiten

1. Tag 9.00 - 17.30 Uhr / 2. Tag 09.00 - 17.30 Uhr / 3. Tag 09.00-16.00 Uhr


Sprache

deutsch

Kurs-Nr

18860

Kosten

CHF 660.-


Anmeldung

Besten Dank für Ihr Interesse an diesem Kurs. Bitte beachten Sie, dass diese Veranstaltung ein Berufsdiplom erfordert. Damit wir Ihre Anmeldung bearbeiten können, benötigen wir eine Kopie Ihres Berufsdiplomes, falls dieses nicht bereits durch eine frühere Anmeldung bei uns vorhanden ist. Bitte faxen (056 265 10 29), mailen (rehastudy@rehaclinic.ch) oder senden Sie uns dieses per Post. Herzlichen Dank Bildungszentrum REHAstudy
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