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Triggerpunkt -Therapie IMTT® - Modul 1: Rumpf-, Nacken- und Schultermuskeln

Einleitung

Myofaszialer Schmerz: ein neues Paradigma in der Schmerzmedizin

Schmerzen und Funktionsstörungen des Bewegungssystems können unterschiedliche Ursachen haben.

Die Muskulatur als primäre Ursache von Schmerzen und Funktionseinschränkungen wurde lange Zeit vernachlässigt. In den vergangenen Jahrzehnten haben vor allem Janet G. Travell (1901-1997) und David G. Simons aus den USA die Muskulatur ins Zentrum ihrer wissenschaftlichen Arbeit gestellt: die Muskulatur hat einen grossen Einfluss auf Störungen des Bewegungssystems und kann sowohl akute als auch chronische Schmerzzustände direkt verursachen. Travell und Simons zeigen auf, dass die von ihnen beschriebenen "myofaszialen Triggerpunkte" sehr häufig als dominanter Krankheitsfaktor für Schmerzen und Funktionseinschränkungen im neuro-muskulo-skelettalen System verantwortlich sind.

Durch Überlastung oder traumatische Überdehnung entstehen in einem Muskel oftmals Zonen, die unter einer Sauerstoffunterversorgung leiden (Hypoxie). Als Folge des Sauerstoffmangels können sich in diesen Gebieten die Myosin- und Aktinfilamente nicht mehr voneinander lösen (Rigorkomplex). Diese erkrankten Muskelstellen sind tastbar (Triggerpunkte): durch Provokation mittels Druck wird ein Schmerz ausgelöst, der oft in andere Körperregionen übertragen wird (referred pain). Aber nicht nur Schmerzen, auch Parästhesien, Muskelschwächen ohne primäre Atrophie, Bewegungseinschränkungen, propriozeptive Störungen mit Beeinträchtigung der Koordination und autonome vegetative Reaktionen können durch Triggerpunkte verursacht werden.

Die Summe der Symptome, ausgelöst durch einzelne aktive Triggerpunkte, wird als "Myofasziales Schmerz-Syndrom" bezeichnet. Durch eine gezielte Triggerpunkt-Therapie lässt sich diese Pathologie, auch wenn sie lange Zeit bestanden hat, in der Regel wieder beseitigen.


Die Behandlung: Triggerpunkt-Therapie

Die manuelle Triggerpunkt-Therapie setzt die Erkenntnisse von Janet G. Travell (1901-1997) und David G. Simons über myofasziale Schmerzen in eine manualtherapeutische Methode um. Mittels spezifischen Massagetechniken werden dabei die Triggerpunkte gezielt und effektiv deaktiviert. Weil bei chronischen Schmerzpatienten das Bindegewebe oft reaktiv verändert und verkürzt ist, hat Beat Dejung Bindegewebstechniken von Ida Rolf (1896-1979) in unser Therapiekonzept integriert. Dieses ist heute zu einem systematischen Behandlungskonzept gereift: vier manuelle Techniken werden ergänzt durch Dehnen/Detonisieren und funktionelles Training der betroffenen Muskulatur.

Die IMTT

Die Interessengemeinschaft für Myofasziale Triggerpunkt-Therapie (IMTT) fördert die medizinisch-interdisziplinäre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Schmerztherapie und setzt sich für die Erforschung myofaszialer Krankheiten ein. Als Fachgruppe des Schweizerischen Physiotherapieverbandes ist sie bemüht, die politischen Interessen ihrer Mitglieder durchzusetzen. Die Mitgliedschaft kann nach absolviertem Modul 1-Kurs beantragt werden.

Der Lehrgang

Vorstand und Lehrerkollegium der IMTT haben1995 beschlossen, einen 15-tägigien Lehrgang zum Triggerpunkt-Therapeuten IMTT® zu schaffen. Dieser Lehrgang steht allen Physiotherapeuten und Ärzten offen. Er kann mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Die erfolgreichen Absolventen erhalten ein Zertifikat. Die einzelnen Kurse werden anerkannt, wenn sie von einem von der IMTT akkreditierten Instruktor erteilt worden sind.

Kursprogramm

Seit 2006 bieten wir das bewährte IMTT-Ausbildungsprogramm in neuer Kursstruktur an: Die Gliederung in Modul 1 (5 Tage) und Modul 2 (5 Tage) ermöglicht eine bessere Aufteilung der Lehrinhalte und ein effizienteres Erreichen der Lernziele.

Triggerpunkt-Therapie: Modul 1

Inhalt

Rumpf-, Nacken- und Schultermuskeln
Stichworte: Nackenschmerz, Kopfschmerz, Schulterschmerz, Thoraxschmerz, "low back pain"

Ziele

Die Teilnehmenden lernen myofaszial verursachte Schmerzen und Funktionsstörungen des neuro-muskulo-skelettalen Systems erkennen. Sie wissen um die zugrunde liegenden pathophysiologischen Veränderungen der myofaszialen Strukturen und können diese (im Bereich von Rumpf, Nacken und Schulter) mittels manueller Techniken gezielt und adäquat behandeln. Sie verstehen, bekannte Konzepte der funktionellen Bewegungstherapie ins Behandlungskonzept zu integrieren sowie Patienten angemessen zu instruieren.

Anmeldeinformationen

Dies ist ein Kurs eines Fremdveranstalters. Bitte wenden Sie sich zur Anmeldung oder bei Fragen an folgende Adresse:

IMTT-Sekretariat
Tel./Fax: 052 242 60 74
E-mail: imtt@imtt.ch

http://www.imtt.ch/
http://www.triggerpunkt-therapie.eu/

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